Ausbildungsinhalte

Themen und Bestandteile der Yogalehrer/in-Ausbildung:

1. Einführung

Was bedeutet und was ist Yoga?

Dimensionen von Yoga: körperlich, energetisch, geistig-mental, psychisch-seelisch, spirituell, gesellschaftlich-sozial, politisch, wirtschaftlich, global, evolutionär. Geschichte und Philosophie, Arten der Praxis, Stile und Traditionen, Lehren und Meister.

2. Hatha Yoga Praxis

Hatha Yoga als Gesundheitssystem, zum allgemeinen Wohlbefinden, zur Stressbewältigung, zur Prävention, als Therapie und Heilmethode, zur persönlichen, geistig-mentalen und psychischen Entwicklung, als spirituelle Disziplin, zur individuellen Entfaltung eigener Ressourcen.

 

Praktische Übungen zur Vorbereitung Sensibilitätstraining und Entwicklung des Körpergefühls, Bewusstseinsübungen, Aufwärmübungen, Augenübungen.

 

Körperhaltungen (Asanas) Studieren und Praktizieren verschiedener Methoden der Körperübungen und ihrer Wirkungsweisen. Grundstellungen der „Rishikeshreihe“ nach Swami Vishnudevananda. Asanas für Entspannung. Yoga für den Rücken. Beziehungen von Yoga mit Sport, Fitness und anderen Übungssystemen. Yoga Körperarbeit: körperliche fordernde Asanas und anspruchsvolle Variationen. Energie-Yoga: Langes Halten der Stellungen mit Konzentration auf Chakras und speziellen Atemtechniken, Bandhas, Mudras und Mantras

 

Atemübungen (Pranayama) Der Atem im tägliche Leben, Atemschulung zur Entspannung und Erhöhung der Lebensenergie, Reinigungsatmung: Samanu und Kriyas, Fortgeschrittenes Pranayama nach der Hatha Yoga Pradipika: Kumbhakas, Bandhas und Mudras.

 

Praktische Übungen zur Entspannung Klassische Tiefenentspannung (Yoga Nidra), verschiedene Entspannungstechniken für das tägliche Leben, Autogenes Training, Entspannungs-Training durch Muskelentspannungsimpuls, geistig-mentale Enstspannung und allgemeine Stressbewältigung.

 

Reinigungspraktiken nach der Hatha Yoga Pradipika Augenreinigung (Tratak), Nasenreinigung (Neti), Lungenreinigung (Kapalabhati u.a.), Kehl- und Magenreinigung (Dhauti), Dünndarmreinigung (Nauli), Enddarmreinigung (Basti), Reinigung des gesamten Verdauungskanals (Shank Prakshalama)

 

Yoga und Gesundheit Ursachen von Krankheit, Ganzheitliche Lebensführung, Yoga-Hausrezepte einfachen Krankheiten wie: Erkältung, Heuschnupfen, Kopf- und andere Schmerzen, Allergien, Verdauungsprobleme, Yoga-Therapien, Gesund im Alter, Heilung durch Gedankenkraft

 

Yoga und Ernährung Natürliche Nahrung für den Menschen. Gründe für vegetarische Ernährung. Wirkungen von Nahrungsmitteln auf Körper, Energiesystem und Geist. Die drei Grundqualitäten (Gunas) von Nahrung Spezielle Ernährung für intensive Yogapraxis. Abnehmen und Fasten. Spezielle Ernährungsformen: Rohkost, Vollwerternährung, Vegan, Ayurveda.

Praktische Anwendung in 12 Kochsessions.

 

Yoga und Ayurveda Einführung ins Ayurveda mit den drei Typen Vata, Pitta und Kapha. Ursachen für Krankheiten. Abhilfe und Vorbeugen durch typgerechte Ernährung und Lebensstil, Yogapraxis innerhalb von Ayurveda.

 

Anatomie und Physiologie Bau und Funktion des menschlichen Körpers, besonders in Hinblick auf die Yogaübungen. Bewegungsapparat: Muskel- und Skelettsystem. Atmungssystem. Verdauungssystem. Nerven- und Hormonsystem. Veranschaulicht wird dieses Wissen durch Unterrichtsmaterialien wie ein nachgebildetes Skelett, Knie und Wirbelsäule, Organtorso und Anatomietafeln.

3. Kundalini Yoga und Tantra: Energie-Yoga

Über den Umgang mit der Lebensenergie. Erweiterte und fortgeschrittene Hatha Yoga Praxis. Das Öffnen der Chakras. Die Erweckung der Kundalini: Voraussetzungen, Methoden, Erfahrungen, Gefahren, Vorsichtsmaßnahmen. Die Techniken des Kundalini-Yoga: Asanas, Pranayama, Bandhas, Mudras, Mantras, Laya, Yantras, Nada und Meditation. Tantra Traditionen: Weißes und schwarzes Tantra. Rotes Tantra, Sexualität und Partnerschaft. Der philosophische Hintergrund: Shiva-Shakti-Philosophie. Astralkörper: Prana, Nadis, Chakras, Kundalini, Astralwelten.

4. Raja Yoga: Geistig-mentales Training und Meditation

Der menschliche Geist: Aufbau und Funktion, Unterbewusstsein, Bewusstsein, Überbewusstsein. Gedankenkraft und positives Denken, Denken und Fühlen. Gedanken als schöpferische Kraft. Persönlichkeitsentwicklung. Selbsterkenntnis und Selbstausdruck. Entwicklung von Erinnerungsvermögen, Willenskraft, Konzentration, Kreativität und Intuition. Entfaltung telepathischer Kraft. Gesunde Beziehung zu Gedanken, Gefühlen und Emotionen. Zugang zur eigenen tieferen Wahrheit: Was kann und was will ich wirklich? Autosuggestionen, Affirmationen und Visualisierung. Charisma und persönliche Ausstrahlung. Überwinden von ungewollten Gewohnheiten und kultivieren von gewünschtem Verhalten. Evolution des Bewusstseins. Bewusstseinserweiterung. Indische und westliche Psychologie im Vergleich.

Erweiterte Meditationspraxis: Konzentrationstechniken. Achtsamkeit im täglichen Leben. Mantra-Meditation, Tratak, Chakra-Meditation, Energie-Meditation, Achtsamkeits-Meditation, Ausdehnungs-Meditation, abstrakte Meditation, kreative Visualisierung. Stufen der Meditation. Überwindung der Hindernisse in der Meditation. Meditationserfahrungen. Meditation in naturwissenschaftlicher Forschung.

5. Jnana Yoga: Yoga der Erkenntnis und des Wissens

Yoga als praktische Philosophie und Erfahrungswissenschaft. Kurze Besprechung der klassischen indischen, philosophischen Schriften: Veden, Smritis, Itihasas, Puranas. Genauere Betrachtung einiger der wichtigsten Grundlagenschriften des Yoga: Upanishaden, Bhagavad Gita, Raja Yoga Sutras, Hatha Yoga Pradipika.

Die Wissenschaft über den Menschen mit seinen 5 Energiehüllen und 3 Körpern (Physischer Körper, Astralkörper, Kausalkörper). Stufen der spirituellen Entwicklung (7 Bhumikas). Schöpfungsphilosophie. Zeit, Raum und Kausalität.

Vedanta: Philosophie des Absoluten. Was ist die Wahrheit über das Dasein? Wer bin ich? Was ist wirklich? Was ist Bewusstsein? Was ist Glück? Das eigene Selbst als Sein, Wissen und Erfülltheit. Vedanta und moderne Naturwissenschaft. Advaita: Die Lehre von der Nicht-Zweiheit (Einheit/Ganzheit)

 

6. Karma Yoga: Yoga des Handelns

Das Gesetz von Ursache und Wirkung. Dienen zum Wohle des Ganzen als Grundhaltung. Moral und Ethik im täglichen Leben. Freiheit und Schicksal. Spirituelles Leben im Alltag. Beziehungen und Umgang mit unseren Mitmenschen. Kommunikationstraining. Familie und Partnerschaft. Der Weg der Entsagung. Einfach leben – erhaben denken. Ökologisches und politisches Bewusstsein, gesellschaftliches und soziales Engagement. Natürlichkeit und Spontaneität.

7. Bhakti Yoga: Yoga der Hingabe

Emotionale Gefühle betrachten, bewusst entwickeln und gezielt einsetzen. Was sind echte Gefühle? Was ist Liebe? Was ist innerer Frieden? Was ist Göttlichkeit? Direkte Erfahrungen von Yoga (Einheit/Ganzheit). Das tägliche Leben als göttliches Spiel. Positive Gefühle kultivieren: Hingabe, Dankbarkeit, Wohlwollen, Mitgefühl, Großzügigkeit. Gebet als Yogapraxis. Hinduistische Mythologie. Mantras. Singen. Rituale: Arati, Puja, Haven. Möglichkeit zur Mantra-Einweihung. Die Beziehung von Meister und Schüler. Christliche Mythologie und Mystik anderer Kulturen und Religionen.

8. Didaktik und Unterrichtsmethodik

Yogalehrer/in als Beruf und Berufung. Die Grundprinzipien des Unterrichtens von Yoga. Persönlichkeit und innere Haltung des Yogalehrers. Redeschulung und Stimmtraining. Aufbau einer Yogastunde. Offene Stunden. Aufbau von Yogakursen: Anfängerkurse, Aufbaukurse, Fortgeschrittenenkurse, Yoga für den Rücken. Typische Fehler erkennen. Haltungskorrekturen, individuelle Korrekturen, Spezialkorrekturen. Angemessenes Fordern und Fördern. Hilfsmittel im Yoga. Yoga für Schwangere. Yoga für Kinder. Yoga für Senioren. Möglichkeiten und Grenzen von Yoga Therapie. Yoga mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Anforderungen. Business Yoga. Privatunterricht. Workshops und Seminare. Anleiten von Meditation.

Bücher, Lektüre und Grundlagenschriften für die Ausbildung

Raja-Yoga-Sutras von Patanjali; Bhagavad Gita; Hatha Yoga Pradibika; Yoga Vidya Asana Buch; Das Grosse Illustrierte Yogabuch; Bau und Funktion des menschlichen Körpers;

 

 

 

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